NO CHANGE, NO FUTURE

Umweltauswirkungen der Modeindustrie

Wusstest du, dass die Modeindustrie die zweitumweltschädlichste Industrie der Welt ist? Und einer der größten Wasserverbraucher der Erde? Oft wissen wir eigentlich gar nicht wie die Kleidung, die wir tagtäglich auf unserer Haut tragen, hergestellt wird. Wie viel Wasser, wie viel Energie, und welche Chemikalien und anderen Materialien werden eigentlich für die Produktion unserer Kleidung verwendet? Und was hat das mit Umweltverschmutzung, Klimawandel und dem Plastikmüll zu tun?

Wasser

Wir alle wissen, dass die Welt mit extremer Trinkwasserknappheit konfrontiert ist - über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Wasserknappheit und Wasserverschmutzung sind die bedeutendsten Umweltaspekte der Weltbevölkerung. Die Modeindustrie ist der zweitgrößte Wasserverbraucher und Wasserverschmutzer. Denn die Verarbeitung von Rohstoffen und die Herstellung von Bekleidung verbraucht extrem viel wertvolles H2O.

Verbrauch

Die Herstellung von Textilien ist extrem wasserintensiv. Zum Beispiel zur Herstellung einer Jeans werden fast 4.000 Liter Wasser benötigt. Wenn man sich anschaut, das jährlich weltweit circa 5 Milliarden Jeans produziert werden dann sind die Zahlen überraschend: Allein um den Jeansmarkt abzudecken werden jährlich 4 Billionen Liter Wasser verbraucht.


Umweltverschmutzung

Ein enorm großer Teil der weltweiten industriellen Wasserverschmutzung resultiert aus der Behandlung und Färbung von Textilien. Hiervon ist besonders China betroffen - mit einem Anteil an über 24 % am weltweiten Textilmarkt ist China der größte Textilproduzent der Welt. Die Auswirkungen lassen sich unter anderem in der Wasserverschmutzung in China sehen: Allein in China produziert die Textilindustrie jährlich mehr als 3 Milliarden Tonnen Abwasserverschmutzung. Und 70 % der Flüsse, Seen und Wasserreservoirs sind dort mit Schadstoffen belastet. Diese Verschmutzung hat enorme negative Auswirkungen auf unsere Erde.

Klimawandel

Produktionsausstoß
Durch die Produktionsprozesse bei der Textilherstellung werden CO2 und andere Treibhausgase emittieren, die unsere Atmosphäre belasten und zum Klimawandel beitragen. Beispielsweise ein langärmliges weißes T-Shirt verursacht im Laufe seines Lebens einen CO2-Ausstoß von etwa 11 KG. Hierbei trägt die Herstellung 28 % zur Klimabelastung bei, die Gebrauchtphase zu 31 %, Baumwollanbau 12 %, die Abbildung des Lohnshirts im Versandkatalog 14 %. Die restlichen 15 % verteilen sich auf Transporte, Verpackungen und die spätere Entsorgung des aufgetragenen Shirts. Nicht nur Baumwolle, Leder und andere Rohstoffe, die in der industriellen Landwirtschaft angebaut werden, erzeugen einen enormen CO2-Fußabdruck. Auch Polyester, Nylon und weitere Materialien auf Erdölbasis emittieren schädliche Verbindungen (VOCs) und Distickstoffmonoxid, ein Treibhausgas, das fast 300 Mal stärker ist als CO2.

Emission durch Transport

Viele Prozesse in der Textilherstellung belasten die Umwelt enorm. Besonders der Anbau und die Produktion von Rohfasern sowie die Textilveredlung verschärft die globalen Auswirkungen des Klimawandels.

90 % der Kleidung, die in Deutschland gekauft wird, wurde im Ausland produziert. Der CO2 Ausstoß wird in der Modeindustrie durch lange Transportwege gesteigert. Bevor unser T-Shirt beim heimischen Händler in der Auslage liegt, hat es schon 30 000 Kilometer hinter sich gebracht. Zusätzlich kommt durch den Online-Handel hinzu, dass jedes vierte Kleidungsstück wird inzwischen online bestellt. Davon werden 50 Prozent wieder zurückgeschickt – bei Damenoberbekleidung sind es sogar 70 Prozent.

Alternativen zu Fast-Fashion Konsum

Fashion trashed

Wie viele Kleiderstücke kaufst du dir im Jahr neu? Durchschnittlich kauft jeder Deutsche zwischen 40 und 70 Kleidungsstücke pro Jahr. 24 Kollektionen bieten die großen Fast-Fashion-Ketten mittlerweile pro Jahr an - coole, neue Trends günstig und schnell. Dieser Zugang hat unsere Beziehung mit Mode grundlegend verändert: Durchschnittlich besitzen wir 118 Kleidungsstück, von denen knapp 35% nie oder fast nie getragen werden. - überquellende Kleiderschränke mit viel altem Trash sind das Ergebnis - und ist ei Kreislauf aus dem man schwer rauskommt. Schnell gekauft, angezogen, Foto gemacht und weg damit oder wieder zurückgeschickt - das ist der gängige Umgang mit Mode. Wie kann man neue Kleidung schnell und bequem konsumieren ohne seinen Kleiderschrank noch voller zu stopfen? Denn allein durch Herstellung, Warentransport und den Gebrauch – Waschen, Trocknen und Bügeln – von Kleidung werden jährlich mehr als 850 Millionen Tonnen CO2 Emissionen verursacht.

Nicht so tolle Stoffe


Wusstest du das der Großteil der Fast-Fashion Mode aus Öl hergestellt wird? 60 Prozent unserer Kleidung enthält Polyester, es ist der Treibstoff für Fast Fashion.

Produktion


Polyester wird aus nicht-erneuerbaren Erdöl hergestellt und die CO2-Emissionen für Polyester ist fast dreimal so hoch wie für Baumwolle. Denn für jede Tonne Polyester emittieren die Hersteller über fünf Tonnen CO2.

Gebrauch


Und unsere Ozeane leidet denn: Synthetische Mikrofasern, lösen sich in der Waschmaschine auf und landen in Flüssen und Meeren. Mit einer einzigen 6-Kilogramm-Waschladung von Synthetikstoffen können bis zu 700.000 Mikrofasern in die Umwelt gelangen.

After-life


Außerdem braucht Polyester bis 200 Jahre, um sich biologisch abzubauen und setzen dabei Chemikalien wie Formaldehyd, Schwermetalle, und weitere Gifte in die Umwelt frei. Hinzu kommt noch, dass die billige Synthetik-Mischfasern wegen ihrer mangelnden Qualität sich oft nicht für den Wiederverkauf eignen. Das heißt wir bleiben hängen, mit einem Berg an Klamotten die keiner mehr tragen will, weil der neuste Trend schon wieder Online ist.

Aber wie kann man Mode günstig, schnell und nachhaltig genießen?

Mit RE-NT versuchen wir einen alternative zu dem Fast-Fashion Konsum zu bieten. Denn anstatt Impulshaft neue Kleider zu kaufen, kannst du dir nachhaltige und qualitativ hochwertige Mode hier schnell und bequem mieten.

Weil wir dich und unsere Erde lieben.